Das dicke Buch aus dem 13. Jahrhundert, in Altnorwegisch geschrieben, längst ins Deutsche übersetzt und gedruckt, aber bisher nur wenigen Fachleuten bekannt, erzählt alle die d e u t s c h e n Heldensagen in nüchterner Prosa, zeitlich geordnet wie eine Geschichtschronik. Ritter-Schaumburg wies überzeugend nach, dass zahlreiche darin genannte Orte, Flüsse und Regionen im nördlichen Mitteleuropa liegen – nicht, wie bisher geglaubt, in Italien, Russland oder sonstwo – und dass ein Teil des Textes tatsächlich aus dem 5. Jahrhundert stammen könnte. Die Universitäts-Germanisten haben dem heftig widersprochen, denn das würde ihre Theorien einstürzen lassen.
Nach Ritters Tod hat sich ein immer größer werdender Kreis von Privatpersonen gefunden, der auf der von ihm geöffneten Spur die Thidrekssaga u n d die Völkerwanderungszeit im nördlichen Mitteleuropa ("beiderseits des Niederrheins") untersucht – unter historischen, nicht mehr philologischen Gesichtspunkten. Sie sagen: In der Thidrekssaga ist reales Wissen aus vielen Jahrhunderten des frühen Mittelalters versteckt,.
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